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EM Effektive Mikroorganismen® ist der Oberbegriff für alle Original Produkte von Prof. Higa, Professor für Agrarwissenschaften an der Ryukyu Universität auf Okinawa, Japan, die in ihrer spezifischen Zusammensetzung vor etwa 30 Jahren entwickelt wurden.
EM („Effektive Mikroorganismen“) ist die Bezeichnung für eine Mischung von ca. 80 verschiedenen nützlichen Mikroorganismen, die traditionell für die Herstellung von Lebensmitteln verwendet werden. Anfang der achtziger Jahre ist es dem japanischen Professor für Gartenbau Teruo Higa gelungen, durch eine einzigartige Kombination dieser aufbauenden Mikrobenstämme eine nachhaltig stabile Lösung, das so genannte EM1 herzustellen.
Prof. Higa beschäftigte sich seit Anfang der 70er Jahre intensiv mit den Zusammenhängen zwischen der Aktivität des Bodenlebens, der Bodenqualität und der Pflanzengesundheit. Da sich die Mikroflora des Bodens überwiegend aus Bakterien und Pilzen zusammensetzt, machte er es sich zur Aufgabe, eine Mischung verschiedener Mikroorganismen zur Förderung eines gesunden Pflanzenwachstums zu entwickeln. Eine bestimmte Kombination verschiedener Organismen, bestehend u. a. aus Milchsäurebakterien, Photosynthesebakterien und Hefen erfüllte diesen Zweck. Die Mischung nannte er EM Effektive Mikroorganismen®.
Das Ursprungsprodukt EM1® enthält nicht-gentechnisch veränderte, weltweit frei in der Natur vorkommende und für Natur und Mensch hilfreiche und förderliche Mikroorganismen. Viele davon sind aus natürlichen Prozessen, wie zum Beispiel der Wein-, Bier-, Brot- oder Joghurtherstellung bekannt.
Die von Prof. Higa entwickelte Mikroorganismen-Mischung EM1® zeichnet sich dadurch aus, dass es trotz einer großen Anzahl unterschiedlichster Bakterienstämme mit verschiedenen Vorlieben für bestimmte Nährstoffe oder Umgebungsbedingungen stabil ist. Die verschiedenen Mikroorganismen im EM1® ergänzen gegenseitig ihre Stoffwechselansprüche. Das bedeutet, dass die einen die Ausscheidungsprodukte der anderen für ihr Wachstum und ihre Vermehrung nutzen können und umgekehrt.
Das Wirkprinzip bei der Verwendung von EM1® beruht auf der Förderung der Konkurrenz- und Gegenspieleraktivitäten der Mikroorganismen, so dass potentiell schädliche oder pathogene (krankmachende) Keime unterdrückt oder verdrängt werden. Außerdem wird die Umgebung durch die von den meisten dieser Mikroorganismen produzieren bioaktiven und antioxidativ wirkenden Substanzen, wie Vitamine, Hormone und Enzyme positiv beeinflusst.
Bei den verwendeten Mikroorganismen handelt es sich hauptsächlich um fünf Arten:
Milchsäurebakterien
Sie fermentieren organisches Material und produzieren organische Säuren, die das Wachstum von pathogenen Keimen hemmen. Sie werden u.a. für die Herstellung von Joghurt und eingelegtem Gemüse verwendet.
Hefen
Sie fermentieren organisches Material und produzieren Vitamine und Aminosäuren. Hefen werden u.a. für die Herstellung von Brot, Bier und Wein verwendet.
Photosynthese-Bakterien
Sie sind die älteste Lebensform auf unserer Erde und in EM sind sie die Schlüsselkomponente und die wirklichen Problemlöser. Ihre Stoffwechselprodukte helfen mit, das Gleichgewicht zwischen anderen Mikroorganismen aufrechtzuerhalten. Sie bauen nützliche Substanzen wie Beispielsweise Aminosäuren und Nukleinsäuren aus organischem Material oder schädlichen Gasen (Wasserstoffsulfid) auf. Als Energiequelle hierfür nutzen sie das Sonnenlicht oder Erdwärme.
Aktinomyzeten
Sie produzieren aus Aminosäuren antimikrobielle Stoffe die schädliche Pilze und Bakterien unterdrücken.
Ferment-aktive Pilzarten
Sie zersetzen schnell organisches Material. Dabei entstehen Alkohol, Ester und antimikrobielle Stoffe, welche das Auftreten von Ungeziefer verhindern und schlechte Gerüche unterdrücken.
Wie wirkt EM?
In der Natur gibt es zwei entgegengesetzt wirkende Prozesse, die wir im weitesten Sinne als Regeneration und Degeneration bezeichnen können. Die Degeneration ist abbauend und zerstörend und die Regeneration ist aufbauend und wirkt in Richtung des natürlichen gesunden Milieus. Ob ein System regenerativ (aufbauend) oder degenerativ (abbauend) ist, wird laut Prof. Higa nur von einem kleinen Prozentsatz der vorhandenen Mikroben entschieden. Über 90% der Mikroben sind opportun, das heißt, sie schließen sich der dominierenden Gruppe an. Das bedeutet, dass sich schon durch die Zugabe relativ geringer Mengen EM eine Dominanz der nützlichen Mikroorganismen einstellt, die eine Neubesiedlung mit degenerativen Mikroben verhindert (Kolonialresistenz).
Bekommen die Effektiven Mikroorganismen organisches Material als Nahrung, beginnen sie sofort nützliche Substanzen wie Aminosäuren, Milchsäure, Vitamine, Enzyme und mineralisch Chelatverbindungen zu produzieren. Eine besondere Bedeutung hierbei hat die große Menge unterschiedlicher Antioxidantien (Gegenspieler der freien Radikale) die hierbei entstehen.
Aus der stark regenerativen Wirkung der Effektiven Mikroorganismen ergeben sich deren Einsatzmöglichkeiten. Obwohl EM ursprünglich nur als Alternative zum Einsatz für chemische Mittel in der Landwirtschaft entwickelt wurde, haben sich ganz erstaunliche Anwendungsmöglichkeiten bei der praktischen Arbeit mit EM ergeben.
- in der Landwirtschaft wird durch die schnelle Vermehrung nützlicher Mikroorganismen die Voraussetzung für gesunde Böden und ein optimales Pflanzenwachstum geschaffen (gute Erträge qualitativ hochwertiger Pflanzen)
- im Haushalt kann EM für die verschiedensten Bereiche genutzt werden, als Reinigungsmittel (besonders für gut für Glasreinigung), Verbesserung des Raumklimas, Behandlung der Pflanzen
- bei Behandlung von Abfällen (pflanzliche und tierische, z.B. Hausmüll, Kompost) mit Effektiven Mikroorganismen können durch Fermentation wertvolle Stoffe gewonnen werden, schlechte Gerüche werden minimiert oder vollkommen vermieden
- in Gewässern wird durch EM der Abbau von Sediment beschleunigt, Faulschlamm kann in gesunden Boden umgewandelt werden und die Wasserqualität wird verbessert
- im Garten (siehe Landwirtschaft) gleichzeitig wird Schädlingsbefall z.B. Schnecken reduziert oder komplett vermieden
Der Einsatz von EM am Koiteich ist nicht mehr wirklich unbekannt. Leider gibt es keine fundierten Untersuchungen über die regelmäßige Anwendung von EM bei Fischen. Deshalb möchte ich alle Leser, die schon Erfahrungen mit EM haben, bitten, mir diese mitzuteilen. Am liebsten wären mir folgende Informationen:
Teichgröße, Wassertemperatur, Fischmenge, Filtertechnik, Umwälzrate, Futtermenge, UV-C Anlage, Ozonanlage, halt alles was für die Wasserqualität eingesetzt wird. Wie dosieren Sie EM und in welchen Mengen.
Warum setzen Sie EM ein und welche Wirkung hat es an ihrem Teich. Ich habe sogar schon davon gehört, dass EM die lästigen Fadenalgen im Griff hält, dazu läuft gerade ein Versuch bei mir.
Am besten per e-mail an:
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oder per Fax 02236 843908
Autor: Robert Jungnischke, August 2009
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