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Tonerde
ist naturreiner Löß, den es in jeder Apotheke gibt. Auf das Produkt
Tonerde bin ich gekommen, als ich einmal einen Bericht über die
Koi-Zucht in Japan gesehen habe. Dort ist der Züchter mit einem Traktor
über den, inzwischen trockenen, Teichboden gefahren, um den Grund
aufzulockern und/oder ihn vollständig zu ersetzen.
Warum soll man denn die Koi sprichwörtlich in den "Dreck" (Mineralien) setzen?
Ganz
einfach. Tag für Tag werden die Fische mit dem fast ein und dem selben
Trockenfutter gefüttert. Darin sind nur ein paar Vitamine, Mineralien
und sonstige Sachen, enthalten. Mit der Zeit könnte es aber ein Mangel
an Mineralien geben, besonders an den Spurenelementen. Um diesen Mangel
fast vorzubeugen zu können, bekommen meine Koi mindesten vier verschiedene Futtersorten täglich gefüttert, nämlich fast nur Hikari, meiner Meinung nach der "Mercedes" unter den angebotenen Koifutter-Produkten.
Doch
zurück zur Tonerde. Von der Tonerde soll man soviel ins Wasser geben,
bis es sich hell bis dunkelbraun färbt. Es kann nicht überdosiert
werden ! Von den Fischen sieht man jetzt keine Spur mehr. Allerdings
lassen sich die Fische auch nicht mehr an der Oberfläche sehen, sie
fühlen sich vollkommen geschützt durch das braune Wasser. Während der
Zeit des braunen Wassers, sollte der Filter "sich selber filtern"
(Pumpenausgang in den Filtereingang legen), weil sonst die Tonerde
wieder zuschnell hinaus gefiltert wird und die Koi nicht genügend Zeit
haben, die Tonerde aufzunehmen. Wenn der Filter nicht ausgeklingt wird,
dann ist das Wasser nach 3-4 Stunden wieder fast klar. Aber auch sonst
klärt sich das Wasser von alleine, weil sich die Tonerde mit der Zeit
absetzt und deshalb sollte noch eine zusätzliche Pumpe in das Becken
eingebaut werden, die die Koi einmal mit Sauerstoff versorgt, wenn der
Filter ausgeklingt wurde, und das andere Mal soll sie das Wasser in
Bewegung halten, damit sich die Tonerde nicht absetzt. Was bewirkt die
Tonerde im Koi nun? Ich versuche diese Frage nach meinem Erkenntnissen
zu beantworten.
Bei
den Koi zeigt sich innerhalb kürzester Zeit eine Steigerung der
Vitalität, die Farben verstärken sich, der Glanz verbessert sich, dem
Körper werden die nötigen Spurenelemente und Mineralien zugeführt.
Deshalb
sollten diese Mineralien zusätzlich noch zugeführt werden. Aber sind
denn im Leitungswasser nicht genügend Mineralien enthalten? Nein, auf
keinen Fall, und auch bestimmt nicht in den Konzentrationen wie in der
Tonerde . Ich und vor allem die Japaner nehmen für Ihre Koi sehr
weiches Wasser bzw ich Regenwasser. Allerdings sollte man die Koi nicht
nur in Regenwasser setzen, weil zum einen die Härtebildner (Karbonate)
fehlen und zum anderen reichert sich der Regen auf seinem Weg von
Himmel bis zur Erde mit viel Autoabgasen und sonstigem atmosphärischem
Staub an; und was noch viel giftiger wirken kann, sind die kupfernen
Dachrinnen !!! Man sollte sie lieber aus PVC bauen.
Eine Hypothese ist mir beim letzten Wasserwechsel eingefallen:
Wir hatten wieder einmal zuviel Regenwasser, doch ich wollte nicht mehr
Regenwasser für den Wasserwechsel nehmen, da ich schon letzte Woche
Regenwasser eingesetzt habe, also wäre diesmal wieder Leitungswasser an
der Reihe. Schließlich nahm ich doch zur Hälfte Regenwasser und die
andere Hälfte Leitungswasser. Als dann das Wasser in das Becken strömte
ich so vor mich hinträumte, kamen mir drei Gedanken in den Kopf:
Japaner; weiches Wasser (Regenwasser); Tonerde. Das heißt: Die Japaner
hältern ihre Koi in weichem Wasser und mit "Tonerde". Der Zusammenhang
besteht darin, daß weiches Wasser nicht gut für die Fische ist, da die
Karbonate (Mineralien??) fehlen. Jetzt aber wird den Koi, die in dem
Regenwasser schwimmen, immer Tonerde zugesetzt bzw der ganze Bodengrund
ist aus dem Zeug und das Wasser ist sowieso braun, so daß wieder ein
Mineralienausgleich im Körper des Fisches, nur mit besseren und
mehreren Mineraliensorten, stattfindet. Verstanden? Theoretisch könnte
es funktionieren, aber praktisch ?? Mir fehlen leider die
Versuchstiere, um meine Behauptung zu untermauern.
Also gönnen Sie den Fischen doch auch einmal etwas Gutes!
So
wie ich gehört habe soll es sogar noch etwas besseres als Tonerde
geben. Es heißt Montmorillionit, das es anscheinend in jedem
Gartencenter geben soll, aber bestimmt unter einem anderen Namen. Ich
werde mich mal erkundigen, auf spüren wo es das Zeug gibt, es natürlich
testen und das Ergebnis hier hinzufügen (siehe unten).
Jetzt auf der anderen Seite meinen doch bestimmt ein paar Halter, daß das Quatsch sei.
Wer
natürlich über einen großen Naturteich OHNE BODENABFLUSS verfügt, der
braucht das bestimmt nicht, denn dort sammelt sich der ganze Schlamm
auf dem Grund, in dem die Fische sowieso gründeln.
Aber
es gibt auch Leute, wie mich, die nur einen kleinen bis mittelgroßen
oder gar einen ganz großen Teich haben mit Bodenabfluß. Hier können die
Fische keinen Bodengrund mehr durchkauen, so wie sie es auch in der
Natur machen, um Nahrung und unbeabsichtigterweise "Dreck" aufzunehmen.
In Japan werden die Koi nur in Teichen mit viel Bodengrund gehalten, den sogenannten "mud ponds".
Kein Wunder, dass die Japaner immer die besseren Koi züchten (es
spielen aber noch tausend andere Faktoren eine Rolle bei der Koi
Zucht!).
Das Produkt Refine enthält zu 97% Montmorillionit und 3 % Quarz man kann es beinem Kollegen von mir bestellen http://www.kcsaar.de/refine.htm
Noch ein Tip: Dem Koi-Futter kann man auch das Mineral Klimnopolith zu
mischen. Dieses hat die Fähigkeit, im Darm des Fisches bereits Ammoniak
zu absorbieren, d.h. die Wasserbelastung mit Nitrit und Nitrat wird
deutlich verringert (weniger Wasserwechsel).
Farbfördernde Zusätze können auch noch eingemischt werden ( Zusatzstoffe ). Hierfür gibt zwei Zusätze. Das Betacarotin und das Astaxantin. Als Hinweis möchten wir hier jedoch anbringen, daß das Betacarotin in hohen Konzentrationen zu sog. Carotinflecken ( v.a. bei gelben Ogon ) führt. Deshalb empfehlen wir Ihnen den Zusatz des Astaxantins, da die z.B. bei Preisrichtern auf Ausstellungen nicht erkannt werden kann.
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